Vortrag von Adam Tooze (Columbia University) im Rahmen der Sommeruniversität »Kulturen und Wissen der Ökonomie (18.–20. Jh.)«
Kommentar: Moritz Schularick (Universität Bonn)
Vortrag auf Englisch
Reservierung: <link mail window for sending>event@dhi-paris.fr
Die globale Finanzkrise von 2007-15 gilt als die schlimmste Finanzkrise seit der Großen Depression der 1930er Jahre. Die US-Immobilienkrise löste eine globale, systemische Krise von Finanzinstitutionen aus, eine jahrelange Rezession und die europäische Staatsschuldenkrise. Die Finanzkrise bleibt bis heute eine Herausforderung sowohl für Ökonomen, als auch für Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik. In einem 2015 erschienen Artikel hinterfragte Adam Tooze den Erklärungswert ökonomischer Theorien für das Verständnis der Finanzkrise und die Reaktionen der politischen Akteure: zahlreiche Institutionen hätten demonstriert, »wie man eine Krise schlecht handhabt« (<link https: newleftreview.org ii adam-tooze-how-to-mishandle-a-crisis external-link-new-window external link in new>New Left Review, No. 92, March-April 2015). In seinem Vortrag wird Adam Tooze eine geschichtswissenschaftliche Perspektive auf diese Problemfelder entwickeln, da er derzeit eine globale Geschichte der Großen Finanzkrise von 2007–15 abschließt.
