Online und vor Ort: Les jeudis de l’Institut historique allemand

Silke Mende (Univ. Heidelberg), Zeitgeschichte und Demokratie – eine Standortbestimmung

  • 20. und 21. Jahrhundert Vortrag
  • 18:00 Uhr (15.01.) - 20:00 Uhr (15.01.)
  • DHIP

Vortrag im Rahmen der Reihe »Les jeudis de l’Institut historique allemand«

Silke Mende (Univ. Heidelberg), Zeitgeschichte und Demokratie – eine Standortbestimmung 

Kommentar: Boris Gobille (ENS Lyon)

Die Demokratie steckt in der Krise – so eine weit verbreitete gegenwärtige Wahrnehmung. Welche Rolle kommt Zeithistoriker:innen in öffentlichen Debatten angesichts dieser und ähnlicher Bedrohungsdiskurse zu? Dieser Frage geht Silke Mende in ihrem Vortrag nach. Sie prüft aktuelle Themen, Ansätze und Herausforderungen einer Zeitgeschichte der Demokratie in europäischer Perspektive. In welchem Verhältnis stehen Demokratie und Zeitgeschichte zueinander? Wie hat sich dieses Verhältnis seit 1945 gewandelt? Ausgehend von der bundesdeutschen Zeitgeschichte zeichnet Mende die Entwicklung des Fachs vor dem Hintergrund der Diktaturerfahrung nach. Sie skizziert die Dynamiken und Konjunkturen zeithistorischer Demokratieforschung im Spannungsfeld von Erfolgs- und Defizitgeschichten.

Silke Mende ist Professorin für Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. 

Veranstaltung mit Simultanübersetzung (Deutsch/Französisch).

Für eine Teilnahme vor Ort ist keine Anmeldung erforderlich.
Online-Teilnahme: Zoom

Informationen: event@dhi-paris.fr

Bildnachweis: Bundestagswahl 1961, Wähler bei Stimmabgabe, Bundesarchiv, B 145 Bild-F011303-0007 / Steiner, Egon / CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.