Die Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 änderte die europäische Ordnung von Grund auf. Die Außenpolitik des neuen deutschen Nationalstaats nur Blick auf die angebliche deutsch-französische »Erbfeindschaft« oder den Weg in den Ersten Weltkrieg zu deuten, wäre allerdings verfehlt. Auch die klassische Gegenüberstellung von Bismarckscher Bündnispolitik und wilhelminischer Weltpolitik verdeckt mehr als sie erklärt. Neben Strukturen und Praktiken der internationalen Politik gilt es, das Verhältnis von politischer Kultur und Außenpolitik, Weltpolitik und Weltmarkt sowie die Bedeutung der Kolonialpolitik und vieles andere mehr zu berücksichtigen.
Anerkannte Spezialistinnen und Spezialisten aus Deutschland und Frankreich präsentieren für die Kandidaten der Agrégation »Allemand« 2026/27 (PDF) den Stand der Forschung zu zentralen Themenfeldern des Prüfungsthemas. Die Vorträge werden in deutscher oder französischer Sprache gehalten.
Die Veranstaltung findet am Deutschen Historischen Institut in Paris statt und wird live auf Zoom gestreamt. Ein Audiomitschnitt wird zeitnah auf der Webseite des Instituts zur Verfügung gestellt.
Anmeldungen für die Teilnahme vor Ort: event@dhi-paris.fr
Anmeldungen für die Teilnahme auf Zoom: Zoom
Organisation: Jürgen Finger (DHIP), Corentin Marion (Univ. Paris Cité), Catherine Maurer (Univ. Strasbourg), Armin Owzar (Sorbonne Nouvelle)
Der Workshop wird in Zusammenarbeit mit dem Centre d’études et de recherches sur l’espace germanophone (CEREG) durchgeführt.
Bildnachweis: Henri Meyer, „L’empereur d’Allemagne en voyage“, in: Le petit Journal. Supplément illustré, 6.11.1898, Anlässlich der Reise Wilhelms des Zweiten nach Konstantinopel und Jerusalem. Quelle: Wikimedia Commons. Public Domain.
