Demokratie findet nicht allein im Rund der Parlamente statt. Sie wird gelebt in alltäglichen Räumen – auf Straßen und Plätzen, in Klassenzimmern, in Kantinen oder sogar in Supermärkten. Versteht man Demokratie im Sinne John Deweys nicht nur als Regierungsform, sondern als Lebensweise, so öffnet sich die Perspektive auf vielfältige Orte der demokratischen Teilhabe und des Konflikts. Doch was macht einen Ort zu einem demokratischem Raum?
Der internationale Workshop »Räume in der Demokratiegeschichte seit 1848: Eine transnationale Perspektive« nimmt diese Räume in den Blick. Diskutiert werden sollen institutionelle Orte wie Parlamente oder Rathäuser ebenso wie Orte der Erinnerung, des Protests oder des Alltags. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich Raum und demokratische Praxis wechselseitig prägen – und welche Formen von Inklusion, Exklusion und Aushandlung damit verbunden sind.
Besonders willkommen sind vergleichende und transnationale Studien, die über nationale Grenzen hinausdenken und auch globale bzw. koloniale Verflechtungen berücksichtigen. Eingereicht werden können Fallstudien ebenso wie Beiträge mit theoretisch-methodischem Schwerpunkt. Der Workshop ist interdisziplinär ausgerichtet und offen für Perspektiven aus Geschichtswissenschaft, Soziologie, Geografie, Politikwissenschaft, Anthropologie oder Kulturwissenschaft.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for papers (PDF) unten.
Modalitäten:
- Workshop am 19.–20. Februar 2026 im Deutschen Historischen Institut Paris
- Abstract (300–400 Wörter) + kurzer CV bis 19. Oktober 2025 an: fg.zeit-der-demokratie@uni-goettingen.de
- Tagungssprachen: Deutsch, Französisch, Englisch
Organisation: Marlene Draing, Benjamin Möckel und Anna Spielvogel (alle Univ. Göttingen, Gerda-Henkel-Forschungsgruppe »Die Zeit der Demokratie«), Hélène Miard-Delacroix (Sorbonne Université), Nicolas Batteux (Univ. Lothringen) und Jürgen Finger (DHI).
Bildrechte: CC BY-SA 2.0, Photo: Alisdare Hickson
